Vereinsgeschichte des Schiclub Silvretta Partenen
Der Skiclub Silvretta Partenen wurde am 20. November 1927 im Gasthof Silvretta gegründet, als sich eine kleine Gruppe begeisterter Skiläufer zusammengeschlossen hat, um den damals noch jungen Skisport im hinteren Montafon zu fördern. Der Grundgedanke war klar: die Pflege und Verbreitung des Skilaufes – und dieser Auftrag prägt den Verein bis heute.
Bereits 1929 richtete der junge Verein den ersten Silvrettalauf aus, ein anspruchsvolles Rennen von der Seelücke bis ins Vermunt, das schnell über die regionalen Grenzen hinaus bekannt wurde. In den frühen Jahren wuchs der Club rasch, organisierte Vereinsläufe, prägte die Jugendförderung und arbeitete eng mit den umliegenden Wintersportvereinen der Talschaft zusammen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Klub seine Tätigkeit rasch wieder auf. Besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren entwickelte sich der SC Silvretta Partenen zu einem sportlichen Aushängeschild. Mit der Ausrichtung mehrerer österreichischer Meisterschaften – darunter 1957 und 1967 – setzte der Verein organisatorische Maßstäbe. Zahlreiche Athletinnen und Athleten des Clubs erzielten Landes- und Bundeserfolge und vertraten die Region erfolgreich auf nationalen und internationalen Pisten.
Zu den prägendsten Sportlerpersönlichkeiten zählen unter anderem Rosl Göldi-Pfeifer, Heinz Dietrich, Sepp Tschofen, Kurt Stöckl, Peter Waltl, Angelika Rudigier (Europacup-Gesamtsiegerin Abfahrt) sowie viele Nachwuchstalente der folgenden Jahrzehnte.
Immer im Mittelpunkt stand die Nachwuchsarbeit – sowohl im alpinen als auch im nordischen Bereich. Diese Tradition setzt sich bis heute fort und bildet die Basis des aktiven Vereinslebens.
Ab den 1990er-Jahren entwickelte sich der Verein über den klassischen Renn- und Trainingsbetrieb hinaus: Der SCS Partenen wurde zu einem bedeutenden Partner im Montafoner Sportsystem, insbesondere im nordischen Bereich. Neben Langlauf- und Skirollerbewerben richtete der Club zahlreiche Events wie den Montafoner Treppencup, den Montafoner Berglauf, Duathlons sowie Bewerbe der Nordischen Kombination aus.
Zum 90-jährigen Jubiläum 2017 blickte der Verein auf eine außergewöhnlich vielseitige Geschichte zurück – geprägt von sportlichen Erfolgen, ehrenamtlichem Engagement und einer starken Verankerung in der Dorfgemeinschaft. Unterstützt von der Gemeinde Gaschurn, der Silvretta Montafon, den Vorarlberger Illwerken und vielen treuen Partnern entwickelte sich der Verein zu einem modernen Sportverein, der weit über den alpinen Rennsport hinaus wirkt.
Heute steht der Skiclub Silvretta Partenen für Tradition und Fortschritt gleichermaßen. Die Mischung aus engagierten Funktionären, motivierten Kindern und Jugendlichen, treuen Mitgliedern und einer lebendigen Vereinsgeschichte bildet die Grundlage, auf der der Club auch in Zukunft den Wintersport im Montafon mitgestalten wird.
|
Jahr
|
Ereignis |
| 1927 | Gründung des Skiclub Silvretta Partenen im Gasthof Silvretta (20.11.) |
| 1927/28 | Erster Vereinslauf auf der Bova |
| 1928 | 1. Jahreshauptversammlung |
| 1929 | Erster Silvrettalauf von der Saarbrücker Hütte / Seelücke ins Vermunt |
| 1931 | Silvrettalauf boomt – über 100 Starter, große Zuschauerzahlen |
| 1933 | Durchführung der VVS-Landesmeisterschaften (Abfahrt, Langlauf, Sprunglauf) |
| 1934 | Abfahrtslauf Alpkogel / Silvrettalauf erneut geplant |
| 1935 | Erster Abfahrtslauf von Vermunt bis Partenen |
| 1937–1947 | Obmann Romed Boss – Ausbau des Vereins, starke Nachwuchsarbeit |
| 1939 | Silvrettalauf vor dem Krieg erneut durchgeführt |
| 1945 | Erste Vollversammlung nach dem Krieg |
| 1946 | Erster Vereinslauf & Vergleichskampf mit französischer Besatzung |
| 1948 | Erster Silvrettalauf nach dem Krieg |
| 1957 | Österreichische Slalom-Meisterschaften auf der Bova – 10.000 Zuschauer |
| 1963 | Starker SCSP-Kader (Wohlgenannt, Bergauer, Stöckl, Lentsch) |
| 1967 | Österreichische Meisterschaften – Slalom Bova, Riesentorlauf Schafberg |
| 1968 | Österreichische Schüler-Meisterschaften |
| 1970–1975 | Erfolgreicher Kader (Pfefferkorn, Waltl, Berger, Tschofen, Montibeller) |
| 1973 | Alpine Meisterschaften Rheinland-Pfalz (BRD) in Partenen |
| 1977 | 50-Jahr-Jubiläum, großer Festakt im Vallülasaal |
| 1982 | Murenabgang – Verlust vieler Vereinsunterlagen |
| 1985 | Rudolf Schneeweiß als Kampfrichter bei Nordischer WM Seefeld |
| 1986–1988 | Silvrettaläufe erneut von der Seelücke |
| 1994–1996 | Starkes Snowboard-Team (Mike Schneeweiß u.a.) |
| 1999 | Walter Dich wird Obmann |
| 2000–2009 | Erfolge von Isabell Scheucher (VSV-Kader, Podestplätze international) |
| 2003–2006 | Zahlreiche Rennen: Sparkassa-Rennen, Liftler-Rennen, Motorpresse Cup |
| 2007 | Leo Pachole wird Obmann |
| 2008–2010 | Landesmeisterschaften, Loipi-Langlaufrennen, Vereinsläufe |
| 2011 | Margit Klehenz wird Obfrau |
| 2016 | Großes Engagement im nordischen Bereich (Langlauf, Skiroller) |
| 2017 | 90-Jahr-Jubiläum – Festschrift, zahlreiche Veranstaltungen |
| 2010er–heute | Durchführung Montafoner Treppencup, Berglauf, Duathlon, LOIPI, Wettkämpfe der Nordischen Kombination |
|
Obleute seit der Gründung 1927
|
|||
| 1927 | Sepp BODLAK | 1963 – 1972 | Quido CANAL |
| 1928 – 1929 | Ernst Meusburger | 1973 – 1974 | Helmut CANAL |
| 1930 – 1935 | DI Alois BURTSCHER | 1975 - 1982 | Hans TSCHANHENZ |
| 1936 | DI Ingo Rhomberg | 1983 - 1989 | Ing. Reinhold HAMMER |
| 1937 - 1947 | DI Romed BOSS | 1990 – 1999 | Kurt STÖCKL |
| 1948 - 1951 | Josef HEINGÄRTNER | 1999 - 2007 | Walter DICH |
| 1952 – 1956 | DI Ludwig BURTSCHER | 2007 – 2011 | Leo PACHOLE |
| 1957 | Rudolf SCHNEEWEIß | seit 2011 | Margit KLEHENZ |
| 1958 – 1962 | DI Ludwig BURTSCHER | ||